Ein bisschen Schwund ist immer

Mitgliederverschleiß im SP

Alle Jahre wieder im Januar sind an unserer schönen Universität Wahlen zum Studierendenparlament. Die antretenden Listen werfen munter ihre Kandidierenden in den Ring bzw. auf den Stimmzettel, und wer am meisten Stimmen bekommt, darf auf einem der begehrten Sitze im Studierendenparlament Platz nehmen. Wer nicht genug Stimmen ergattert, geht leer aus.
Oder etwa doch nicht? Wir haben uns mal angesehen, wer wann für euch im Studierendenparlament saß, und stellten fest: Es gibt große Unterschiede zwischen den Listen, was die Fluktuation angeht.
Die Daten in den Grafiken zu diesem Artikel basieren auf den Protokollen des XXXV. Studierendenparlaments. Ihr könnt die Grafiken parallel zum Lesen dieses Artikels unter akut-bonn.de/webfeatures/schwund/ in der interaktiven Version bewundern.

Fangen wir bei den Piraten an. Von den drei Kandidaten ist kein einziger zurückgetreten, und die Anwesenheit ist so hervorragend, dass auf der 7. Sitzung sogar drei von zwei Sitzen besetzt waren. (Keine Angst, hier hatte alles seine rechte Ordnung. Einer ging, ein anderer kam.)

Bei der LUST bietet sich ein ähnliches Bild, jedoch mit mehr Personal. Caroline Homm diente offenbar lediglich als Stimmenfängerin, wollte aber gar nicht mehr selbst ins SP einziehen und trat vor der konstituierenden Sitzung zurück. Auch die LUST war fast immer in voller Besetzung vertreten. Mit Kilian Clemens Hoffmeister hatte die Lust sogar einen Spitzenkandidaten, der auf allen Sitzungen anwesend war.

Die Grüne Hochschulgruppe bietet ein interessantes Bild: Innerhalb der Legislaturperiode hat diese Liste ihren „Puffer“ von zehn Personen, die zunächst nicht den Sprung ins SP geschafft hatten, vollständig aufgebraucht. Die Fluktuation spielte sich dabei vorrangig im hinteren Bereich der Liste ab, in dem sich auch die Fehltage häufen. Eine Kandidatin hat es sogar zunächst als Stellvertreterin und dann als Vertreterin geschafft, bei keiner einzigen der 15 SP-Sitzungen auf der Anwesenheitsliste zu landen. Dafür hatte die GHG als größte Liste mit Fabian Rump, Alice Dorothea Barth und dem SP-Präsidenten Marco Penz gleich drei Personen, die jede einzelne SP-Sitzung aufgesucht haben.

Mehr Sitze bedeuten gleichzeitig auch mehr Potenzial für Rücktritte, wie man am RCDS sieht. Insgesamt fünf Abgeordnete gaben diese Tätigkeit in der letzten Legislatur auf, teilweise nachdem sie monatelang erst gar nicht zu den Sitzungen erschienen waren – oder zumindest nicht in der Anwesenheitsliste erfasst wurden. Nach der vierten Sitzung gab es außerdem eine Rücktrittswelle von Personen, die andernfalls auf Stellvertreterplätze nachgerückt wären. Eine andere Abgeordnete hätte seit der 4. Sitzung an SP-Sitzungen teilnehmen sollen, war jedoch offenbar kein einziges Mal anwesend. Jessica Keuler hingegen glänzte mit durchgehender Anwesenheit und anschließendem Wechsel in den Ältestenrat.

Die LHG wiederum hatte keinen Rücktritt zu verzeichnen, schwächelte aber in der zweiten Hälfte der Legislatur ein klein wenig bei der Anwesenheit. Dafür steht auf der 1. Sitzung jemand für die LHG in der Anwesenheitsliste, der nicht einmal Stellvertreter ist. Was ist da denn schief gelaufen?

Bei der Juso-Hochschulgruppe stechen die fünf Kandidierenden ins Auge, die sofort nach der Wahl ihren Rücktritt erklärt haben und offenbar nur als Stimmenfänger arbeiten sollten – mit unterschiedlichem Erfolg. Dafür hatten die Jusos mit Jakob Simon Julius Wolfgang Ma Hansen und Alois B. Hub. Saß auch zwei Abgeordnete mit durchgehender Anwesenheit auf allen Sitzungen.

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